eBetriebsrat

Die Zutaten für den eigenen Blog

Posted on: 12. April 2007

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Nachdem Christian bereits einige Artikel geschrieben hat, möchte ich etwas zur technischen Seite eines Weblog berichten. Wir haben diesen Blog auf einer öffentlichen Community-Seite eingerichtet. Der große Vorteil dabei: er war mit wenigen Mausklicks erstellt, ist kostenlos, wir müssen uns nicht um die technischen Hintergründe kümmern, und wird vom Gastgeber, dem Host wordpress.com, gewartet und gepflegt. Wir können uns daher ganz aufs Schreiben konzentrieren.

Der Nachteil: Die Seite ist öffentlich – wir können niemanden davon abhalten, die Blogeinträge zu lesen. Deshalb können wir natürlich keine vertraulichen Informationen auf unserem Blog veröffentlichen. Mehr technischer Natur ist der zweite Nachteil: Wir haben keine Möglichkeit, auf die Blog-Software zuzugreifen und tiefer gehende Änderungen an ihr vorzunehmen. Beispielsweise können wir das Aussehen, das Layout des Blogs, nur insofern verändern als uns dies der Host erlaubt.

Hätten wir aber eine Blogging-Software auf einem eigenen Rechner installiert, könnten wir aus dem Vollen schöpfen. Uns stünden unzählige sogenannte Themes, also vorgefertige Layoutvarianten, zur Auswahl bereit.

Für viele ist es deshalb interessant, auf einem firmeninternen Computer einen Blog zu installieren. Der könnte dann auch vor fremden Blicken geschützt werden und dem eigenen Gestaltungstrieb wären auch keine Grenzen mehr gesetzt. Manche finden vielleicht, dass es einfach professioneller wirkt, wenn der BR-Blog auf einer firmeninternen Webadresse erreichbar ist.

Falls ihr selbst ein Blogging-Programm installieren möchtet oder ihr dazu bei eurer IT-Abteilung anfragen müsst, ist es nützlich zu wissen, welche „Zutaten“ – also Vorraussetzungen – ein Blog-Programm benötigt, um zu funktionieren.

  1. Ohne Computer mit Intra- oder Internetanbindung geht es natürlich nicht. Je nach Leserzahl reicht dafür mitunter auch ein bescheiden ausgestatteter Rechner. Ein wenig Speicherplatz sollte natürlich auch frei sein. 10 bis 20 MB, in heutigen Zeiten sehr wenig, dürften ausreichen. Mehr schadet natürlich auch nicht.
  2. Damit der Computer Anfragen aus dem Internet beantworten kann, muss ein Internet- oder HTTP-Server installiert sein. Ein sehr populärer freier Server heisst Apache. Der HTTP-Server sollte in der neuesten Version vorliegen.
  3. Die meisten Blogging-Programme sind in der Programmiersprache PHP geschrieben. Daher muss diese ebenfalls installiert sein. Wie auch beim Apache ist es ratsam, die aktuellste Version zu verwenden.
  4. Zu guter letzt müssen die Blogeinträge noch irgendwo gespeichert werden. Dafür ist meistens der Datenbankserver mySQL verantwortlich. Auch bei ihr gilt: je „frischer“ die Version, desto besser.

Um die Blog-Software auf den Computer hochzuladen, bedient man sich meist eines FTP-Programmes. Dazu muss auf dem Blog-Computer ein FTP-Server installiert sein, der die Daten entgegennimmt und auf dem eigenen Rechner ein FTP-Client, der die Daten abschickt. Beide Teile sind nicht unbedingt notwendig, damit das Blog funktioniert, sind aber meist unentbehrlich für den Datenaustausch.

Grundsätzlich lassen sich mit diesen „Zutaten“ nicht nur Blogs betreiben: die meisten Internetapplikationen, also auch Foren und Wikis, begnügen sich mit diesen vier respektive fünf Indegrenzien. Wem also einen Computer mit funktionierendem Apache, PHP und mySQL zur Verfügung steht, kann nahezu jede Webapplikation darauf installieren.

Leider kann ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen, wie man alle diese Programme installiert und konfiguriert. Dieses Thema würde nämlich einen eigenen Kurs füllen. Die Aufzählung soll nur als grobe Orientierung dienen, falls euch der Systemadministrator fragt, was euer Blog alles benötigt, damit ihr eure Beiträge „anrichten“ könnt.

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