eBetriebsrat

Archive for Februar 2008

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… in einer Rede vor dem Arbeiter-Bildungsverein Gumpendorf (1902):

Bildung ist ein Wort und hat genau so viel Inhalt, wie der zu denken imstande ist, der dieses Wort ausspricht. Das, was man gewöhnlich darunter versteht, das, was die bürgerliche Gesellschaft als Bildung anerkennt, das ist vor allem die Fähigkeit, orthographisch zu schreiben, orthographisch zu reden, orthographisch zu essen, und orthographisch sich anzuziehen. Dann muss man noch ein gewisses Quantum von Dichtern, Komponisten und Philosophen dem Namen nach kennen und muss beiläufig wissen, wann man im Theater Bravo zu rufen hat. Das ist die Bildung der bürgerlichen Gesellschaft. Man ist auch gebildet, wenn man für Aufklärung und Fortschritt ist, dagegen ist man schon sehr ungebildet, wenn man sich vornimmt, darunter etwas Klares zu verstehen zu verstehen. Mit einem Worte: zwischen landläufiger Bildung und proletarischer Bildung ist ein himmelweiter Unterschied. Wir verlangen von euch keinerlei Art von Orthographie, wir verlangen von euch nichts als Selbsterkenntnis. Darüber nachzudenken, wie Sie geworden sind und was aus Ihnen werden soll, das nenne ich Bildung. Und auf eine noch höhere Stufe der Bildung gelangen Sie, wenn einmal die Erkenntnis den Willen geweckt hat, wenn aus dem Bewusstsein, Produkte der Gesellschaft zu sein, das bewusste Streben erwächst, ihre Herren, ihre Former und Lenker zu werden. Die Bildung der Arbeiterklasse besteht darin, dass sie sich mit Bewusstsein eine große Aufgabe gestellt hat und von ihr erfüllt ist, dass sie in klarer Einsicht den Aufbau einer Gesellschaftsordnung betreibt, sie den Proletariern eine ganz andere Bildungsmöglichkeit bringen wird, als es unser armer Bildungsverein mit seinen schwachen Mitteln vermocht hat.

Zitat aus Johann Dvorák: Otto Neurath und die Volksbildung – Einheit der Wissenschaft, Materialismus und umfassende Aufklärung; in:
Friedrich Stadler (Hg.): Arbeitbildung in der Zwischenkriegszeit; Wien/München 1982

Die Behindertenvertrauenspersonen nehmen als gewählte ArbeitnehmerInnenvertreterInnen die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen begünstigter behinderter ArbeitskollegInnen und chronisch kranker ArbeitnehmerInnen in einem Betrieb, im Einvernehmen mit dem Betriebsrat wahr.

Weitere Grundlageninformationen findest Du hier.

Hier kannst Du eine Broschüre (pdf) zum Thema herunterladen.

Die erste BetriebBlog-Schulung aus dem VÖGB Kursangebot 2008 hat heute 10:00 im Mödlinger Karl-Weigl-Bildungshaus begonnen. Im Moment, ein paar Stunden nach Seminarbeginn, sind bereits 9 neue Betriebsrats-Blogs online gegangen.

Fritz:

hatte mal eine Betriebsrats-Zeitung, möchten ein BetriebsratBlog parallel und ergänzend nutzen;
wollen außerdem unabhängig von der Beobachtung der Chefs sein, dem Druck entgehen;

Wolfgang:

Belegschaft zu 90% nur mehr am PC und im Internet; Infos anbieten über das Web;

Daniela:

sehr viel vom BR per Email, keine Zeitung, ein Versuch auch für ein bißchen mehr Aktivität, Interesse;

Barbara:

hauptproblem, wie komm ich an die Leute ran, wenn sie in ganz Österreich verteilt sind;
Bedarf an Sicherheit, Möglichkeiten der Anonymisierung, ausgewählte Zielgruppen erreichen;

Karl:

Betriebszeitung funktioniert, ist allerdings auf wenige Zeitpunkte beschränkt und ist nicht schnell, aktuell bzw. braucht es viel Vorlaufszeit;
außerdem die Option anonymisierter Kontaktaufnahme;
Synergien mit Betriebszeitung, die Möglichkeit Interviews z.B. als Audio-Dateien zur Verfügung zu stellen;

Ernst:

Mittel zur raschen Informationsweitergabe;

Herbert:

möchte sich das Instrument Weblog anschauen, ob das etwas für die BR-Arbeit sein könnte, vor allem vor dem Hintergrund der jungen KollegInnen im Betrieb;

Eduard:

es gibt eine Betriebsratszeitung, es gibt Intranet, aber das ist alles noch sehr neu …


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