eBetriebsrat

Blogevaluation für ein Jahr in nur 15 Minuten selbst erledigt

Posted on: 20. März 2011


Werte Blogger-Kolleginnen und -Kollegen,

falls jemand sein/ihr Blog selbst evaluieren möchte, falls Mensch sich fragt, welchen Impakt ein Blog auf MitarbeiterInnen oder auf das Ergebnis von inner-/überbetrieblichen Kampagnen haben kann …

hier gibt es einige Hinweise auf Evaluationsmöglichkeiten:

1.1 Man kann seine Daten (und die Daten seiner LeserInnen) einer kommerziell arbeitenden Evaluationssoftware übergeben (z.B.: Google Analytics® oder Quαntcast®). Funktioniert sehr schnell, liefert unglaublich fantastische (fraglich realistische) Ergebnisse, aber ist in den Spezialfunktionen nicht kostenfrei – und wer will schon die Daten seiner LeserInnen an Unbekannte in den genannten Analyse-Firmen ausliefern?

1.2 Man verwendet die WordPress® (WP) eigene Blogsoftware und kommt ohne weitere Datenauslieferung und gratis davon. Allerdings zählt diese Gratissoftware nur die Zugriffe und nicht „Unique Visitors“. Man weiß also nicht ob bei 5 Zugriffen auf einen Blogartikel 5 verschiedene LeserInnen (Unique Visitors) zugegriffen haben oder 5 mal derselbe Leser, oder 2 oder 3 LeserInnen. Die Software zeigt aber an, wieviele Besuche/Zugriffe von welchen „Referrers“ kommen; d.h. man kann von außerhalb des Betriebs kommende Zugriffe großteils erkennen. Und man kann die Zugriffszahlen mit der (politischen/offline) Realität in Beziehung setzen.
Siehe Bild 1.2.1:

1.3 Man kann eine einfache Berechnung der „Maximal möglichen StammleserInnenzahl (MMS)“ für jedes Monat mit den WP eigenen Daten in kürzester Zeit selbst durchführen (rote Linie in Bild 1.3.1). Siehe die folgende Formel (berechnete maximal mögliche StammleserInnenzahl).

Definition: MMS ist die Personenanzahl (der Zielgruppe), die alle neuen Artikel/Monat liest;
Formel: Zahl der Zugriffe/Monat dividiert durch die Anzahl der neuen Artikel desselben Monats.

Diese Berechnung lässt die Zahl der gelegentlichen und WiederholungsleserInnen absichtlich außer Acht. Wenn man die Zahl der neuen Blogartikel pro Monat einige Monate lang gleich lässt, kann man die Monate miteinander auch vergleichen. Im Beispiel ist bei 2009-08 kein Artikel und bei 2010-01 sind nur zwei neue Artikel veröffentlicht worden. In den übrigen Monaten sind jeweils ca. fünf bis sieben neue Artikel/Monat gebloggt worden. Wenn nur der innerbetriebliche Impakt interessiert, muss von der bekannten Zahl der monatlichen Zugriffe die Zahl der monatlichen auswärtigen „referred“ Zugriffe abgezogen werden.

1.4 Man kann eine LeserInnenbefragung mit der Polldaddy.com-Software im WP-Blog durchführen. Ist aufwändiger und langwierig. Link zum eigenen Beispiel.

1.5 Wenn man Ziele am Anfang einer blogbegleiteten Kampagne definiert hat, kann man am Ende dieser Kampagne den Erfolg/Misserfolg in Erreichtem und Nichterreichtem angeben. Bild 1.5.1:

1.6 Wenn bekannt, kann man die auswärtigen Verweise auf den eigenen Blog aufzählen. Zumindest der Teil der eingehenden permanenten auswärtigen Links auf eigene WP-Blogs wird von der WP-Software in der Statistik dokumentiert.

1.7 Der Vergleich verschiedener Blogs ist nur bedingt für eine Evaluation brauchbar. Hier wird ein Vergleich an Hand zweier eigener Blogs, einem innerbetrieblichen (mit MitarbeiterInnen als Zielpersonen) und einem überbetrieblichen derselben Branche (mit PersonalvertreterInnen als Zielpersonen) beispielhaft gezeigt (Bild 1.7):

2. Zusammenfassung:

In aller Kürze bekommt man einen Überblick über den Impakt seines Blogs, wenn man für jedes Monat die Division nach der Formel unter Punkt 1.3 durchführt. 12 Divisionen sind in 15 Minuten ohne Zauberei durchzuführen. Man erhält die „Maximal mögliche Anzahl an StammleserInnen“ pro Monat und kann sie Monat für Monat oder im Jahresrhythmus vergleichen.

Im Weiteren wäre es für kampagnenbetreibende BloggerInnen natürlich gut zu wissen, wer die Blog-StammleserInnen sind. Diese sollen nämlich bei der nächsten Kampagne als potenzielle MultiplikatorInnen speziell angesprochen werden. Im Rahmen der eigenen Kampagnen haben sie sich zum Großteil per E-Mail, im Rahmen einer Blogumfrage und nur zu einem minimalen Teil per Blog-Kommentar an den Blogger gewandt. So konnte ein Teil dieser Personen doch identifiziert werden.

Die Bilder unter 1.2. und 1.5. sind Teile eines Posters, das beim 31. GEDIFO – Mobilisieren, eine alte Kulturtechnik neu gewendet (www.gedifo.at) unter „Virtueller Aufstand“ im November 2009 präsentiert wurde. K.Heimberger

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