eBetriebsrat

Archive for August 2009

Im letzten Eintrag hab ich hier im eBetriebsrat-Blog eine Frage aufzuwerfen begonnen, die schon länger im Raum herumschwirrt. Und mit jedem neuen BR-Blog wird diese Frage immer relevanter.

Der Eintrag hieß ‚Was sagt die Unternehmensführung zu einem BR-Blog?‚ und berichtete am Ende des Eintrags von der schriftlichen Reaktion einer Geschäftsführung auf das Vorhaben eines Betriebsrats, ein BR- bzw. MitarbeiterInnen-Blog im Internet zu installieren.

Es handelt sich im Hintergrund wohl um einen konkreten Fall, für uns reicht aber, dass es sich um einen symptomatischen Fall handelt:

Als zweiter Teil der Dokumentation schließe ich hier – ganz original und daher teilweise nur stichworthaft formuliert – eine Email-Kommunikation zwischen mir und dem Kollegen Thomas Kreiml der Grundlagenabteilung Arbeit&Technik der GPA-djp an.

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Das ist eine berechtigte, eine wichtige und – da brauchen wir uns nichts vor machen – eigentlich auch eine leicht zu beantwortende Frage:

Eine Geschäftsführung wird sich kaum über ein Blog vom Betriebsrat freuen. 👿

Im strukturellen Interesse der Arbeitgeber ist es, möglichst volle Kontrolle über zu haben; und zwar über möglichst alles. Unter anderem und ganz besonders natürlich die Kontrolle über jegliche Informationen und das Wissen. Es ist tatsächlich so banal: Wissen ist Macht.

Die Frage ist also weniger, was sie darauf hin sagen, dass der BR ein Blog einrichtet. Die Frage lautet, wie reagiert die Geschäftsführung konkret, was droht sie dem BR an, was kann sie begründet verlangen und was kann/darf sie nicht verlangen? ❓

Die taktischen Reaktionen der Unternehmensführung

Wir hatten bereits diverse Reaktionen auf den simplen Umstand, dass BR-Blogs eingerichtet wurden. Darunter gab es auch schon solche Reaktionen, die ganz eindeutig und klar außerhalb dessen gelegen haben, was ein Unternehmen darf. Oft geht es banal darum, einen taktischen Zug zu machen; und der kann schon mal die Androhung von rechtlicher Schritte sein.

Vielleicht geht’s ja rein und dann hat man seitens der GF oder HR oder was auch immer mit wenig Aufwand gleich einmal Terrain gewonnen. Nennen wir es mal eine Politik der Abschreckung.

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Schon wähnte ich mich in Sicherheit, die ersten Hürden beim Veröffentlichen von eigenen Artikeln im neu eingerichteten Betriebsratsblog wären erfolgreich gemeistert, da droht von unerwarteter Seite Ungemach.

So wurde mir von einer BR-Kollegin heute nahegelegt, das Bloggen einzustellen. Die Begründung, meine Einträge führten zu Unruhe in der Belegschaft, manche unter den KollegInnen wollten diese nicht, und fühlen sich dadurch belästigt. Dem stehen 609 Zugriffe seit dem 26. Juni 2009, das bedeutet täglich 13,23 Aufrufe des Blogs im Schnitt gegenüber, und das bei 15 in diesem Zeitraum von mir veröffentlichten Artikeln (bei 55 Kolleginnen), eine an sich erfreuliche Bilanz, so weit so sonderbar, denn 20 KollegeInnen haben bereits den Newsletter eingerichtet.

Hätte mich Kritik seitens unserer Geschäftsführung erreicht, ohne, dass sich dafür inhaltlich in meinen Artikeln irgendein sachlicher Anhaltspunkt hätte finden lassen können, darauf wäre ich vorbereitet gewesen. Aber Kritik von jener Seite, für die ich diesen Aufwand betreibe, denen ich Kommunikation anbiete und für die ich da sein will, das tut weh!

Noch haben sich meine Kritiker nicht aus der Deckung gewagt, keine(r) von ihnen ist offen an mich herangetreten, um mir seine (ihre) Kritikpunkte darzulegen, die mich nämlich wirklich interessiert hätten!

Denn, neben Einträgen zu Beginn, unser Betriebsratswahlergebnis betreffend, diverser Gratulationen zu verschiedenen Anlässen, einer Anleitung in Sachen Bloggen und Blogroll, Überlegungen zum Umgang mit der Wirtschaftskrise und einem persönlichen Bericht vom Besuch einer Ausstellung, kann ich mich nicht erinnern, bewusst Widerspruch provoziert, jemanden beleidigt, oder sonst wie verunglimpft zu haben.

Mein Resumée: Weiterlesen …

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